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Die Aufnahmen landeten auf Pornoseiten: Spanner treibt in Schweizer Kleinstadt sein Unwesen

Wurde man in früheren Zeiten Opfer eines Spanners, war das zwar beschämend und absolut nicht angenehm, doch blieb das Gesehene meist nur im Kopf des Täters erhalten. Heute aber, in Zeiten von hochauflösenden Smartphone-Kameras, findet so manche unerwünschte Aufnahme ihren Weg ins Internet. Und landet dort nicht selten auf Porno-Websites. Das soll nun auch mehreren jungen Frauen in der schweizerischen Kleinstadt Schaffhausen (35 000 Einwohner) passiert sein. Dort trieb sich, so ein Bericht der „Schaffhauser Nachrichten“ ,ein Spanner herum, der ahnungslosen Frauen nachstellte und aus sicherer Entfernung Aufnahmen ihrer Hintern machte. Die Opfer trugen meist enge Hosen. Diverse Clips finden sich auf einer Pornoseite, eines der Videos wurde fast 30 000 Mal angeklickt und mehrfach kommentiert.

Bizarr: Die Schweizer Nachrichtenseite vermeldet, dass es sich bei dem User, der die Filmchen ins Netz stellte, angeblich um eine 25-jährige Frau aus Berlin handeln soll, doch könne dies nicht endgültig überprüft werden.

Unklar ist, ob die Filmaufnahmen tatsächlich ohne das Wissen der Gefilmten entstanden sind oder ob sie gestellt wurden. Darauf lassen Szenen schließen, in der sich der Spanner auffällig nah hinter seinem vermeintlichen Opfer befindet – das allerdings nicht darauf reagiert.

Laut der „Schaffhauser Nachrichten“ hatten weder die Staatsanwaltschaft Schaffhausen noch die örtliche Polizei Kenntnis von den Bildern, es liegt bislang keine Anzeige vor.

Denn nur per Anzeige könnten sich Betroffene gegen das Treiben des Voyeurs zur Wehr setzen – jemanden ohne dessen Wissen und Erlaubnis zu filmen, ist ein sogenanntes Antragsdelikt. Sprich: Es gibt nur ein Verfahren, wenn das Opfer selbst einen Strafantrag stellt. Erste Hilfe bietet in einem solchen Fall also nur der Gang zur Polizei. Außerdem ist es möglich, beim Verantwortlichen der betreffenden Website die Löschung des Fotos oder Videos zu verlangen.

Sollte es sich in diesem Fall nicht um eine Straftat handeln, war dies definitiv eines: ein ziemlich gelungener Marketing-Streich!

Eingestellt von WALTER AM 13.06.2019

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